Traumazentrierte Fachberatung
Ein Psychotrauma ist eine seelische Verletzung. Zu den wesentlichen Merkmalen zählen:
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das Vorliegen von Ereignissen und Erfahrungen, die eine außerordentliche Bedrohung für die psychische und/ oder körperliche Unversehrtheit bedeuten
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auch die Zeugenschaft erschütternder Situationen und Ereignisse kann sich traumatisch auf das Seelenleben einer Person auswirken
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traumatische Erfahrungen gehen häufig einher mit Gefühlen der Hilflosigkeit, der Angst und des Ausgeliefertseins, sie münden mitunter in eine tiefgreifende seelische Erschütterung bzw. in ein allgemeines Misstrauen in die Welt und in die eigenen Fähigkeiten
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derartige Erfahrungen- egal, ob einmalig, wiederholt oder auch länger andauernd- überfordern unsere bewährten Bewältigungsmöglichkeiten, weshalb sie unter Umständen ohne eine spezifische fachliche Unterstützung nicht hinreichend verarbeitet und in den weiteren Lebensverlauf integriert werden können
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anders als körperliche Verletzungen werden seelische Wunden häufig übersehen oder vernachlässigt. Bleiben sie unbehandelt, so kann dies zu anhaltenden und für die betroffenen Personen sehr belastenden Erlebensweisen und Leidenszuständen sowie zu einer allgemeinen Beeinträchtigung ihrer Lebensqualität führen
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eine psychisch traumatisierte Person wird von ihren Erfahrungen emotional überflutet, von belastenden Bildern wiederholt heimgesucht und erfährt mitunter drastische Einschränkungen ihrer persönlichen Freiheit (z.B. durch die Vermeidung bestimmter Situationen oder Orte).
Traumazentrierte Fachberatung ist nicht mit einer psychotherapeutischen Behandlung (Traumatherapie) gleichzusetzen. Sie stellt vielmehr eine Möglichkeit dar, sich hinsichtlich des Themas bzw. des Erlebten zu informieren und beraten zu lassen. Im Zentrum stehen dabei jene Erlebens- und Verhaltensweisen, die sich im Alltag als störend, belastend oder hinderlich erweisen. Weiterführende Möglichkeiten oder Notwendigkeiten der Bearbeitung und Behandlung können in Abstimmung auf die jeweils sehr individuelle Situation gemeinsam eruiert und in die Wege geleitet werden.
Ablauf
In einem geschützten Rahmen erhalten Sie Raum und Zeit für Ihre Anliegen und Fragen. Je nach individueller Ausgangssituation ist eine Anzahl von 1-5 Beratungseinheiten in der Regel sinnvoll. In manchen Fällen kann ein Wechsel vom Beratungs- ins therapeutische Setting indiziert sein, ein entsprechender Bedarf sowie eine mögliche Umsetzung werden gemeinsam geklärt. Vorgehensweise und Frequenz werden in jedem Fall gemeinsam besprochen.
Das Angebot richtet sich an
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Betroffene, die sich informieren und beraten lassen möchten
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Angehörige, Freunde, Bekannte, die sich ein tiefergehendes Wissen und Verständnis hinsichtlich des Themas aneignen möchten, um ihnen nahe stehende Personen auf diese Weise bestmöglich unterstützen zu können und auch selbst einen Umgang mit der in der Regel sehr belastenden Situation zu finden
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(sozialpädagogisches) Fachpersonal (auch: Teams), das mit traumatisierten Menschen arbeitet und dadurch selbst in Kontakt mit dem Thema kommt (sekundäre Traumatisierung) und/ oder eine traumasensible Haltung bzw. Arbeitsweise (z.B. in Form von traumapädagogischen Konzepten) in ihren Berufsalltag implementieren möchte (Innhouse- Beratungen, Supervision und Vorträge sind auf Anfrage möglich).
